Pressediktatur oder Pressefreiheit?

Gibt es eine Mediendiktatur? Leben wir nicht im Medienzeitalter, in der alles gesagt wird und es keine Geheimnisse mehr gibt?
Ich habe leider kein so positives Bild von unserer Medienlandschaft. Denn hinter der Maske der offenen Berichterstattung offenbaren sich zahlreiche Defizite.

Seit Jahrzehnten wird die öffentliche Meinung von den Medien beeinflusst und kontrolliert!
Der Informationsfluss ist oft unausgewogen und ausgesprochen einseitig. Viele selbstherrliche Kolumnisten beharren besonders im wirtschaftspolitischen Bereich stur auf ihrer Meinung und sind nicht im Geringsten bereit, ihre Haltung angesichts immer deutlicher werdender Widersprüche zu überdenken. So pflegen sie beispielsweise seit je das neoliberale Gedankengut und predigen die Anpassung an den internationalen Wettbewerb als einzig denkbare Alternative.

Kaum ein Wirtschaftsredakteur scheint ernsthaft darüber nachzudenken, warum seit 1980 die Reallöhne sinken und die echten Arbeitslosenzahlen Schwindel erregende Höhen erreicht haben. Die "Vordenker" der Nation bestehen weiter stur und unverrückbar auf längst überholten Dogmen. Abgehoben schmettern sie alles ab, was nicht ihren Vorstellungen entspricht.

Wer sich nicht als Anhänger ihrer Kostensenkungsdoktrin im Sozial- und Lohnkostenbereich outet, gilt als unbelehrbar und wird von den Pressezensoren kaltgestellt - das heißt, seine Ansichten werden konsequent ignoriert. Wer sich gar erdreistet, die heiligen Kühe EU und Globalisierung anzutasten, wird unversehens der rechtsradikalen Szene zugeordnet.

Es ist an der Zeit, das Diktat der Medien aufzubrechen und deren eigenmächtiges Meinungsmonopol in Frage zu stellen. Wir brauchen offene und ehrliche Debatten über die wahren Ursachen des wirtschaftlichen Niedergangs und keine weiteren neoliberalen Ablenkungsmanöver. Diese Website möchte einer tabufreien Meinungsäußerung ein Forum bieten und versuchen, die von Scharlatanen geschickt aufgebauten Denkblockaden und Vorurteile zu entlarven und endlich auch objektiven Betrachtungen und Analysen eine Chance zu geben.

Die neoliberalen Wortverdreher, die Souffleure vieler Politiker, hatten über drei Jahrzehnte das Sagen und haben am deutschen Staat genug herumexperimentiert. Sie haben ihre Chance gehabt und sind gescheitert! Wer weiterhin unbeirrt am neoliberalen Lohn- und Rentendumping festhält, ohne sachlich auch auf die Alternativen einzugehen (z. B. angemessene Zollgrenzen), beweist nicht nur seine Inkompetenz, sondern muss sich auch den Vorwurf der massiven Manipulation und Desinformation gefallen lassen.

 

Weiterführende Seiten:
Ist der Begriff "Lügenpresse" berechtigt?
"Die neuen Gastarbeiter"
Globalisierung: Was darf die Bevölkerung darüber wissen?
Wann kommt der Dexit? (der Austritt Deutschlands aus der EU)
Sind Journalisten wirklich unabhängig?
Wie bekämpft man erfolgreich die AfD?

 

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© Manfred J. Müller, Flensburg


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